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Mallorca Karte

Mallorca
Mallorca wird in sechs Landschaftzonen untergliedert
Serra de Tramuntana
An erster Stelle ist die Serra de Tramuntana zu nennen, ein bis
zu 15 Kilometer breiter Gebirgszug mit 10 Gipfeln über 1.000 Meter Höhe, der
parallel zur Nordwestküste verläuft. Die Berge erstrecken sich auf über 90
Kilometer Länge von der Insel Sa Dragonera im Südwesten bis zum Cap
Formentor im Norden. Der höchste Punkt etwa in der Mitte der Gebirgskette
ist mit 1.445 Metern der Puig
Major. Am Nordwestabhang des Gebirges befinden sich steile und felsige
Küstengebiete mit nur kleinen Buchten und steinigen Stränden. In der einzigen
größeren Bucht entstand der Schutzhafen Port de Sóller.
Die Serra de Tramuntana sind nach den kalten Nord- und Westwinden Tramuntana benannt. Sie bilden
klimatisch eine Wetterscheide zum Landesinneren, das damit in den Genuss
milderer Winter, aber auch allgemein regenärmerer Tage kommt. In den Bergen
sorgt der Steigungsregen für häufigere und stärkere Niederschläge als in den
anderen Inselregionen.
An den Seitenhängen der Berge mit ihren Wildbächen (Torrents) haben
sich fruchtbare Täler gebildet, wo in der Gegend um Sóller Apfelsinen- und Zitronenbäume wachsen. Auf
Terrassen werden Tomaten, Bohnen und
Weintrauben angebaut (Estellencs, Banyalbufar, Deià, Valldemossa). Die Region der Serra de
Tramuntana ist recht dünn, dabei aber sehr unterschiedlich besiedelt.
Insgesamt beträgt die Einwohnerzahl 101.343 (Stand: 2006), wobei die größten
Gemeinden mit Calvià und Pollença im Süden bzw. Norden
liegen.
Raiguer
An die Serra de Tramuntana angrenzend liegt am Südostabhang der
Gebirgskette zwischen der Halbinsel La Victoria und der städtischen
Region der Hauptstadt Palma die Region Es Raiguer. Sie ist eine Übergangszone vom Gebirge
zur Ebene Es Plà in der Mitte Mallorcas. Hier gibt es reichlich Wasser,
aber wenig flaches, kultivierbares Gelände.
Die Region des Raiguer und im Besonderen die Stadt Inca sind als Zentrum des Schuh- und Lederhandwerk auf
Mallorca bekannt. In der Region leben 118.192 Bewohner (Stand: 2006) und sie hat
mit Inca auch eine Art Zentrum, wenngleich
die Gemeinde Marratxi als Vorort von
Palma etwas mehr Einwohner zählt. Drittgrößte Gemeinde ist die Stadt Alcúdia an der nach ihr benannten
Bucht an der Nordküste.
Plà de Mallorca
Im zentralen Teil Mallorcas befindet sich die Ebene Plà de
Mallorca oder Es Plà, die nur von kleineren Höhenzügen
unterbrochen wird. Höchster Punkt ist an der Grenze zum Migjorn der 542
Meter hohe Tafelberg Puig de Randa.
Aus der Region Es Plà kommen die meisten landwirtschaftlichen Produkte
der Insel für den täglichen Bedarf wie Kartoffeln, Reis, Mais und Gemüse. Zudem
wird Wein angebaut und es gibt eine Vielzahl von Mandelbaumplantagen. Mit ihren
ausgedehnten Feldern wird Es Plà auch als Kornkammer Mallorcas
bezeichnet. Im Schutz der Berge des Nordwesten vor den winterlichen Nordwinden
sind bis zu vier Ernten im Jahr möglich. Allerdings ist das Inselinnere im
Sommer auch die heißeste Gegend Mallorcas.
Im Plà de Mallorca leben mit 50.243 Menschen (Stand: 2006) die
wenigsten Einwohner der sechs Comarques Mallorcas. Es gibt auch keinen
zentralen Ort der Region. Am bevölkerungsreichsten ist mittlerweile der
Touristenort Can Picafort an der Bucht von Alcúdia in der Gemeinde Santa Margalida. An der
Bucht im Norden Mallorcas gibt es kilometerlange Sandstrände, das Hauptziel der
meisten Urlauber. Der Tourismus gewinnt auch im Es Plà gegenüber der
Landwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Im Inneren Mallorcas wird dabei vermehrt
auf den Agrotourismus
gesetzt, Urlaub auf dem Lande im Schatten der vielen Windmühlen.
Llevant
Llevant (deutsch: Osten)
bezeichnet die östliche und nordöstliche Landschaftsregion Mallorcas. Sie wird
durchzogen von der Serra de Llevant, einem Gebirgszug wesentlich
niedriger als die Serra de Tramuntana im Westen. Hier gibt es nur drei
Gipfel über 500 Meter Höhe. Der höchste ist mit 561 Meter der Puig Morei
(auch Puig d'en Morell oder Talaia Freda) im Massiv von
Artà (Serra Artana). Die Serra de Llevant ziehen sich von Süd
nach Nord, steigen dabei etwas an und erweitern sich im Norden auf die gesamte
Halbinsel von Artà.
Das Gebirge im Osten ist weniger geschlossen als die Serra de
Tramuntana. Bei Manacor gibt es
eine Art Durchlass von der Ebene des Inselinneren zur Ostküste. Dort reihen sich
wie an einer Perlenkette viele kleine Naturhäfen und Sandstrände an der sonst
felsigen Küste aneinander. An der Küste befinden sich auch die drei Naturhöhlen
Coves del Drac,
Coves dels Hams und Coves d'Artà. Die weitesten Strände
bieten Cala Millor an der
Badia de Son Servera, Sa Coma an der Cala Moreia und Cala Rajada mit der Cala Agulla, alles heute
Touristen-Hochburgen. Ruhig geht es hingegen auf der Nordwestseite des
Gebirgszuges bei Colònia de Sant Pere und dessen
Naturstrand Sa Canova
sowie den naturgeschützten Buchten der Nordostküste zu.
Hauptort des Llevant ist Manacor. Hier leben mit 37.165 Menschen
(Stand: 2006) mehr als die Hälfte der 73.658 Einwohner der Region. Trotzdem ist
die Stadt Manacor, in der 67 % der Bewohner der Gemeinde ansässig sind,
wirtschaftlich mehr mit dem Landesinneren verbunden. Sie ist ein Zentrum der
Kunstperlen- (Majòrica) und Möbelindustrie.
Die Orte der Küste von Cala
Rajada bis Cales
de Mallorca haben sich hingegen dem Tourismus verschrieben, während die
Gemeindesitze abseits des Meeres in Beschaulichkeit mit davon profitieren.
Migjorn
Migjorn ist im Grunde die
südliche Fortsetzung der Ebene Plà de Mallorca. Trotz des eher flachen
Charakters der Region besitzt die südlichste Landschaft Mallorcas auch eine
Erhebung über 500 Meter Meereshöhe. Auf dem 509 Meter hohen Puig Sant
Salvador in der Gemeinde Felanitx befindet sich das Kloster Santuari de Sant Salvador. Der Berg
ist die höchste Erhebung im südlichen Bereich der Serra de Llevant.
Mit der Stadt Campos besitzt
Migjorn ein Zentrum eher ländlichen Charakters. Die Landwirtschaft spielt
hier auch heute noch eine große Rolle. Eine Besonderheit sind die rund um den
Ort kultivierten Kapernsträucher. Welch Gegensatz dazu bietet der ehemalige
Hafen von Campos, Colònia de Sant Jordi. Neben dem sechs Kilometer langen Strand
von Es Trenc wurde hier ein Touristenzentrum mit über 3000 Fremdenbetten
errichtet. Dass dem wilden Bauen inzwischen Einhalt geboten wurde, bezeugen die
Bauruinen an der anderen Seite von Es Trenc in der Siedlung ses Covetes.
Ein Gericht verfügte den Abriss der hier neben dem Strand ohne Genehmigung
errichteten, halb fertiggestellten Häuser.
Die Küstenlinie des Migjorn reicht von s'Arenal im Westen, das zur Gemeinde Llucmajor gehört, bis nach Portocolom in der Gemeinde
Felanitx. Jede Gemeinde der 72.299 Einwohner zählenden Region (Stand: 2006) hat
Anteil an der Küste. An dieser wechseln sich flache felsige Abschnitte mit
sandigen Buchten ab. Einige Küstenabschnitte, vor allem am Südkap, dem Cap de
ses Salines, sind schwer erreichbar. Private Landbesitzer haben hier die
Durchfahrt für Fahrzeugen, auch aus Naturschutzgründen, gesperrt.
Palma (Ciudad de Mallorca)
Im Südwesten Mallorcas öffnet sich die große Bucht von Palma, an der
die alte Hauptstadt des ehemaligen Königreichs Mallorca und das gegenwärtige
politische und wirtschaftliche Zentrum der Autonomen Region der Balearen
liegt. Palma ist eine römische Gründung
aus der Zeit der Inbesitznahme der Insel durch das Römische Reich im Jahre 123 v. Chr. Heute
leben in der Stadt 375.048 Menschen (Stand: 2006), das sind fast die Hälfte
(47,4 %) der Einwohner Mallorcas. Noch vor einhundert Jahren waren es nur 67.544
Bewohner (Jahr 1910).
Da die Region Palma nur das Stadt- bzw. Gemeindegebiet umfasst, ist sie die
flächenmäßig kleinste der Insel, hat aber die höchste Bevölkerungsdichte. Sie
grenzt im Westen an die Region Serra de Tramuntana, im Norden an
Raiguer, im Nordosten an Plà de Mallorca und im Südosten an
Migjorn.
Südlich Mallorcas liegt der Felsinsel-Archipel um Cabrera, heute
ein Meer- und Land-Nationalpark, und im Südwesten die Insel Sa Dragonera, die
ebenfalls vom Inselrat Mallorcas zu einem Naturschutzgebiet erklärt wurde.
Cabrera ist im weiteren Sinne eine südliche Fortsetzung des
Migjorn, wird aber durch die Hauptstadt Palma verwaltet. Sa
Dragonera bildet den südwestlichsten Ausläufer der Serra de
Tramuntana.
Quelle: Wikipdedia
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